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Vom Logo zur Leuchtschrift: So entsteht eine individuelle Werbeanlage
Ein Behind-the-scenes-Beitrag über den Entstehungsprozess einer Leuchtreklame – von der ersten Kundenanfrage über Entwurf und Genehmigung bis zur Montage. Ideal für Blogs rund um Handwerk, Design und Unternehmensführung.
Schritt 1

Die Anfrage – was Kunden mitbringen sollten

Am Anfang steht immer ein Gespräch. Ein Unternehmer ruft an oder kommt vorbei – und hat meist eine ungefähre Vorstellung davon, was er möchte: „Ich brauche ein Schild für unseren neuen Firmenstandort." Manchmal gibt es schon konkrete Ideen, manchmal nicht.

Für eine effiziente Beratung ist es hilfreich, wenn Kunden Folgendes mitbringen:

Checkliste zur Erstberatung

  • Das aktuelle Logo als Vektordatei (AI, EPS oder PDF)
  • Das CI-Handbuch mit Farbvorgaben und Schriftarten
  • Fotos der Fassade und des Umfelds
  • Eine ungefähre Vorstellung von Budget und Zeitplan

Wer das nicht hat, ist trotzdem herzlich willkommen – aber der erste Schritt wird dann sein, diese Informationen gemeinsam zu erarbeiten.

Auch die Nutzung ist wichtig: Wird das Schild rund um die Uhr leuchten? Soll es von der Straße oder nur von der Einfahrt aus sichtbar sein? Gibt es Besonderheiten am Gebäude – Denkmalschutz, Mietvertrag mit Auflagen, besondere Fassadenstruktur?

Gerade in städtischen Lagen mit strengen Bauvorschriften – wie etwa bei der Werbetechnik Heidelberg – lohnt es sich, diese Fragen schon beim ersten Gespräch zu klären, um spätere Verzögerungen im Genehmigungsverfahren zu vermeiden.

Schritt 2

Entwurf und Abstimmung

Auf Basis der gesammelten Informationen erstellt der Werbetechniker – meist in Zusammenarbeit mit einem Grafiker oder einer hauseigenen Grafik-Abteilung – einen ersten Entwurf. Dieser zeigt die geplante Anlage in einer Visualisierung an der realen Fassade: So sieht der Kunde schon vor der Produktion, wie das Ergebnis aussehen wird.

Häufig sind zwei bis drei Abstimmungsrunden nötig. Vielleicht ist der erste Schriftzug zu groß, die Farbe wirkt an der Fassade anders als erwartet, oder der Kunde entscheidet sich für ein anderes Material. Diese Phase ist die richtige Zeit für Korrekturen – danach wird es teurer.

Gut entworfene Anlagen entstehen nicht durch Schnelligkeit, sondern durch sorgfältige Abstimmung. Ein guter Werbetechniker nimmt sich hier die Zeit, die nötig ist.

Was ein professioneller Entwurf enthält

  • Fotomontage der Anlage an der realen Fassade
  • Technische Zeichnungen mit genauen Maßen
  • Material- und Farbangaben
  • Grobe Kostenschätzung
  • Festlegung von Typ, Material, Beleuchtungsart und Positionierung
Schritt 3

Produktion in der eigenen Werkstatt

Nach der Freigabe des Entwurfs beginnt die Produktion. In einem Betrieb mit Eigenproduktion läuft dieser Prozess komplett im Haus: Die Buchstabenkörper werden aus Aluminium- oder Edelstahlblech zugeschnitten, gekantet, geschweißt und lackiert. Acrylglas wird zugeschnitten, gefräst und gegebenenfalls thermisch geformt. LEDs werden auf Platinen gesetzt, die Elektrik wird vorkonfektioniert.

Alle Teile werden vorab in der Werkstatt zusammengebaut und getestet. Dieser Probelauf ist entscheidend: Erst wenn alles montiert, funktionsfähig und optisch überzeugend ist, verlässt die Anlage die Werkstatt. Das verhindert unangenehme Überraschungen auf der Baustelle.

Schritt 4

Genehmigung, Montage und Übergabe

Parallel zur Produktion oder bereits im Vorfeld läuft das Genehmigungsverfahren. Der Werbetechniker reicht die nötigen Unterlagen beim Baurechtsamt ein, kommuniziert mit der Behörde und koordiniert die Genehmigung. Erst nach Erteilung der Genehmigung darf montiert werden.

Die Montage erfolgt durch das Fachteam – mit Hubsteiger oder Gerüst, je nach Höhe und Zugänglichkeit. Kabel werden verlegt, die Anlage wird befestigt, angeschlossen und in Betrieb genommen. Nach der Montage folgt die Übergabe: Der Kunde wird in Betrieb und Steuerung der Anlage eingewiesen, Wartungsempfehlungen werden besprochen.

Ein guter Werbetechniker ist auch nach der Übergabe ansprechbar. Die Anlage soll nicht nur bei der Montage perfekt funktionieren – sondern noch in zehn Jahren.